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NPD Rheinland-Pfalz wählt neuen Vorsitzenden!

 

Der rheinland-pfälzische Landesverband der National Demokratischen Partei Deutschland (NPD) hat im Februar 2005 Peter Marx als neuen Landesvorsitzenden gewählt. Der 48-jährige Jurist Peter Marx ist derzeit einer der einfluss- und erfolgreichsten Organisatoren der NPD.

Marx, der Mann hinter dem NPD-Vorsitzenden Udo Voigt, ist Vize-Chef im Bundesvorstand und Landesvorsitzender im Saarland.

Nachdem er dort im September 2004 als Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen vier Prozent erreichte, zog es Marx nach Dresden, wo er als Geschäftsführer der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag fungiert. Am 10. April 2005 tritt er zu Oberbürgermeisterwahl in Leipzig an.

Der NPD Stratege Marx weist eine lange Laufbahn als rechtsextremer Politiker vor. Bereits vor 15 Jahren war er als Fraktionsgeschäftsführer im Frankfurter Römer und später im Kreistag von Darmstadt-Dieburg aktiv. Weiterhin errang er auch einen Sitz in einem Saarbrücker Kommunalparlament.

Im Vorfeld der rheinland-pfälzischen Landtagswahlen im Frühjahr 2006 kündigt Peter Marx einen flächendeckenden Wahlkampf an, mit dem Ziel den zerstrittenen Landesverband neu zu formieren und in den Landtag einzuziehen. Mit einem gutem Wahlergebnis erhofft sich die Partei gestärkt in den Bundestagswahlkampf zu starten.

Vor allem sollen Arbeitslose und Jugendliche für die Partei gewonnen werden. Insbesondere will die NPD „die Jugend für die nationale Sache politisieren“ (Safet Babic, stellv. Landesvorsitzender). Dafür werden landesweit an Schulen Verteilaktionen mit Flugblättern und Musik CD’s gestartet. Auf den Musik CD’s befinden sich neonazistische LiedermacherInnen und Rechtsrockbands, die ihre menschenverachtenden Inhalte auf den Schulhöfen verbreiten werden. Außerdem soll Rheinland-Pfalz „mit Konzertveranstaltungen überzogen werden“ (Peter Marx), die einen zentralen Anknüpfungspunkt zwischen organisierten Neo-Nazis und rechter Subkultur bilden.

Durch die Neu-Organisierung des Landesverbandes besteht die Gefahr, dass die Partei zunehmend an Einfluss gewinnt, bereits 1967 waren vier Abgeordnete im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten.

Für AntifaschistInnen gilt es die NPD, sowie alle rechtsextremen Bestrebungen, auf allen Ebenen zu bekämpfen und einem gesellschaftlichem Klima entgegenzuwirken, welches nationalistisches, rassistisches oder antisemitisches Gedankengut produziert.

 

antifa-koblenz

März 2005