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NPD Rheinland-Pfalz wählt neuen Vorsitzenden!
Der
rheinland-pfälzische Landesverband der National Demokratischen Partei
Deutschland (NPD) hat im Februar 2005 Peter Marx als neuen
Landesvorsitzenden gewählt. Marx,
der Mann hinter dem NPD-Vorsitzenden Udo Voigt, ist Vize-Chef im
Bundesvorstand und Landesvorsitzender im Saarland. Nachdem
er dort im September 2004 als Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen vier
Prozent erreichte, zog es Marx nach Dresden, wo er als Geschäftsführer
der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag fungiert. Am 10. April 2005
tritt er zu Oberbürgermeisterwahl in Leipzig an. Der
NPD Stratege Marx weist eine lange Laufbahn als rechtsextremer Politiker
vor. Bereits vor 15 Jahren war er als Fraktionsgeschäftsführer im
Frankfurter Römer und später im Kreistag von Darmstadt-Dieburg aktiv.
Weiterhin errang er auch einen Sitz in einem Saarbrücker
Kommunalparlament. Im
Vorfeld der rheinland-pfälzischen Landtagswahlen im Frühjahr 2006 kündigt
Peter Marx einen flächendeckenden Wahlkampf an, mit dem Ziel den
zerstrittenen Landesverband neu zu formieren und in den Landtag
einzuziehen. Mit einem gutem Wahlergebnis erhofft sich die Partei gestärkt
in den Bundestagswahlkampf zu starten. Vor
allem sollen Arbeitslose und Jugendliche für die Partei gewonnen werden.
Insbesondere will die NPD „die Jugend für die nationale Sache
politisieren“ (Safet Babic, stellv. Landesvorsitzender). Dafür werden
landesweit an Schulen Verteilaktionen mit Flugblättern und Musik CD’s
gestartet. Auf den Musik CD’s befinden sich neonazistische
LiedermacherInnen und Rechtsrockbands, die ihre menschenverachtenden
Inhalte auf den Schulhöfen verbreiten werden. Außerdem soll
Rheinland-Pfalz „mit Konzertveranstaltungen überzogen werden“ (Peter
Marx), die einen zentralen Anknüpfungspunkt zwischen organisierten
Neo-Nazis und rechter Subkultur bilden. Durch
die Neu-Organisierung des Landesverbandes besteht die Gefahr, dass die
Partei zunehmend an Einfluss gewinnt, bereits 1967 waren vier Abgeordnete
im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten. Für AntifaschistInnen gilt es die NPD, sowie alle rechtsextremen Bestrebungen, auf allen Ebenen zu bekämpfen und einem gesellschaftlichem Klima entgegenzuwirken, welches nationalistisches, rassistisches oder antisemitisches Gedankengut produziert.
antifa-koblenz
März
2005 |